Das Braune Anolis (Anolis sagrei)

Verbreitung: Ürsprünglich nur in Kuba, von dort nach Florida verschleppt. Unterarten leben auf Jamaika und den Bahamas.
Lebensraum: Im Stammbereich niedriger Büsche, an Zaunpfählen und Masten, häufig an Weg-und Straßenrändern.
Größe: Anolis sagrei kann bis 18 cm lang werden, bei einer Kopf- Rumpf- Länge von ca. 6 cm, Weibchen bleiben etwas kleiner.
Lebenserwartung: Braune Anolis werden einige Jahre alt.
Nahrung: Insekten, Spinnentiere, Mehlkäfer und Würmer, Regenwürmer, Herzfleisch, reifes Obst. Trinkwasser wird
von den Pflanzen geleckt.
Haltung: Ein Terrarium von 50/50/80 cm l/b/h, sollte als absolute mindest Größe für 1 Männchen und 2 Weibchen angesehen werden.
Die Temperatur im Terrarium sollte Tagsüber 25-28° C betragen, unter einem Sonnenplatz aber etwa 40°C erreichen. Nachts sollte es auf 18-25° C abkühlen.
Eine Luftfeuchtigkeit von 60-70 %, am Tag und nachts ein wenig höher sollte angestrebt werden.
Man sollte eine ca. dreimonatige Winterruhe bei Temperaturen von 20-25°C ermöglichen, die Tiere fressen dabei wenig, trinken aber eher normal.
Entwicklungsdauer: Bei 20-25° C, beträgt die Inkubationszeit der Eier im
Brutschrank 50-60 Tage. Die Jungtiere werden mit ca. 10 Monaten geschlechtsreif.
Beschreibung: Braune Anolis sind tagaktiv und nicht so viel in Bewegung wie Rotkehlanolis. Männchen und Weibchen sind hell-bis
mittelbraun gefärbt, und haben einen hellen Rückgratstreifen, der von zwei Zick-zack-Linien eingesäumt ist, sodaß eine
rautenförmige Musterung entsteht. Bei Unbehagen usw. können sie sich kaum merklich heller oder dunkler verfärben.
Sie haben einen niedrigen Rückenkamm, den sie beim Drohen leicht aufstellen können, an den Zehen Haftlamellen
und daran Krallen. Der Kehlsack kann zum Drohen und Imponieren aufgespannt werden und
hat dann eine intensive dunkel-rötliche Färbung mit schwarzen und gelben Punkten sowie einen gelben Rand. Der Schwanz ist ca. doppelt
so lang wie der Körper.
Die Geschlechter lassen sich an der Gesamtgröße (Männchen größer), am verdickten Schwanzansatz, der größeren
Kehlwamme der Männchen und den zwei Flankenstreifen der Weibchen unterscheiden. Die Männchen sind untereinander oft
unverträglich. Meist leben 1 Männchen, einige Jungtiere und Weibchen zusammen.
Kurz nach der Winterruhe beginnt in der Regel die Paarungszeit. Das Männchen wirbt mit aufgespannter Kehlwamme und Kopfnicken,
erhält es eine Möglichkeit, steigt es auf das Weibchen und setzt den Nackenbiss, die Schwänze werden umeinander verschlungen und die Paarung beginnt.
Das Weibchen ist meist vier Wochen Trächtig und vergräbt dann die meist zwei Eier in feuchter Erde. (bei mir in einem Blumentopf)
Die Jungtiere sollte man nach dem Schlupf wegen der zum Kanibalismus neigenden Elterntiere vorerst extra setzen.
Bei mir lebten 10 Anolis sagrei mit 12 Rotkehlanolis in einem Terrarium von l*b*h 200*60*60 lange zusammen,
es kam jedoch durch Revierstreitigkeiten sowohl unter den gleichen, aber auch anderen Arten zu Todesfällen, sowohl
durch Beißereien als auch durch ständiges Bedrohen.
Im Terrarium habe ich einen kleinen Teich mit Flußlauf, aber der Durst wurde immer durch das Ablecken der besprühten
Pflanzen gestillt, daher muß mindestens einmal am Tag gesprüht werden. Baden habe ich Rotkehlanolis nie, Anolis sagrei
des öfteren gesehen.
Die Eier wurden in einem Blumentopf vergraben, wo ich sie auch ließ. Beim ersten Mal noch im Terrarium,
was sich aber als Fehler herausstellte, da die Jungtiere totgebissen bzw. aufgefressen wurden, also Blumentopf ja, aber
ab damit in den Brutschrank, ich versuchte es zusammen mit Leguaneiern, das war ihnen aber zu feucht und sie verfaulten.
Die Temperatur im Brutschrank sollte um 28°C, die Luftfeuchtigkeit maximal 70% betragen. Wenn alles gut geht, schlüpfen
nach etwa 55 Tagen Winzlinge mit ca. 5 cm Gesamtlänge.
Wer Interesse oder Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden.
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