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Schwarzer Leguan (Ctenosaura similis)

Verbreitung: Vom südlichem Mexiko über
Costa Rica bis Panama sowie auf einigen Karibischen Inseln.
Lebensraum: Trockene bis halbtrockene Gebiete, Trockenwälder, Felsen,
aber auch direkt an den Sandstränden sind sie anzutreffen. Manche leben auf bzw. in Felsen,
andere auf und in Bäumen (man glaubt nicht wieviele hohle Bäume es im Verbreitungsgebiet gibt)
andere wieder leben auf Bäumen und verschwinden abends in Fels- oder Erdlöcher.
Größe: Männchen meist 80-100 cm, einzelne Tiere bis 120 cm Gesamtlänge.
Weibchen werden nicht so lang und werden auch nicht so kräftig.
Lebenserwartung: Über das mögliche Alter bei Schwarzen Leguanen ist nicht sehr viel bekannt,
Ctenosaura similis können wahrscheinlich bis 20 Jahre werden.
Nahrung: Nicht rein vegetarisch, Blätter, Kräuter, Früchte, Obst,
Gemüse und zwar wie bei den Grünen,
40-70% Blätter, Kräuter, Keimlinge 10-15% Karotten 0- 5% Zucchini,
Gurken, Tomaten, Paprika o.ä. 5-10% Früchte, 3- 5% Haferflocken, 2%
Hefeflocken, 2% Weizenkeime. Das Ganze anfeuchten und in einer Schüssel
gut durchrühren.
Jungtiere nehmen jedoch bis zu 2/3 ihrer Nahrung an Insekten und Kleinlebewesen auf.
Haltung: Ein Terrarium von 200/100/80 cm l/b/h, sollte als absolute mindest Größe für 1 Männchen und 2 Weibchen angesehen werden.
Die Beleuchtungsdauer sollte etwa 12 Stunden, die Temperatur im Terrarium tagsüber 28-30°C,
lokal am Sonnenplatz 40 bis 50° C betragen und nachts auf etwa 20-22° C abkühlen.
Die Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber 40-60% und nachts 70-90 % erreichen.
Ein Wasserbecken ist von Vorteil, besonders für die Luftfeuchtigkeit, aber nicht
unbedingt notwendig. Man kann dies auch mit mehrmaligem Besprühen
erreichen.
Eine Winterruhe ist nicht erforderlich.
Entwicklung: Similis werden mit ca. 2 Jahren geschlechtsreif,
von der Befruchtung bis zur Eiablage dauert es
etwa 40-50 Tage. Bei 28-31° C und einer Luftfeuchtigkeit um 85 % beträgt die
Inkubationszeit der Eier im Brutschrank ca. 80 Tage. Die Jungtiere, je nach Gelegegröße 12-88 Stück,
schlitzen das pergamentartige Ei mit ihrem "Eizahn" auf,
stecken den Kopf heraus und verharren so noch ca. 10-20 Stunden im Ei. Jungtiere von Ctenosaura similis sind in den ersten Monaten sehr oft hellgrün gefärbt.
Sie flüchten nach dem Schlupf sofort ins Gebüsch oder in Höhlen. Sie wachsen in
größeren Gruppen auf. Zu den natürlichen Feinden zählen Krokodile, Schlangen,
Basilisken, Vögel und einige Säugetiere.
Beschreibung: Similis haben einen bis 3 cm hohen
Rückenkamm, der vom Nacken bis zum Schwanzansatz reicht, der Schwanz selbst ist mit
zahlreichen Reihen Wirtelschuppen besetzt. Zwischen den einzelnen Reihen
befinden sich kleinere Reihen Granularschuppen. Die Farbvariationen und Querbänder sind sehr
verschieden, sie reichen von dunkelgrau, grau bis gelblich-weiß.
Der Kopf erinnert ein wenig an einen Hecht. Die Kehlwamme ist nicht so ausgeprägt wie
bei den Grünen und wird meist "zusammengelegt".
Die Paarung erfolgt wie bei den meisten anderen Echsen. Das Männchen wirbt mit aufgespannter Kehlwamme und Kopfnicken,
erhält es eine Möglichkeit, steigt es auf das Weibchen und setzt den Nackenbiss, die Schwänze werden umeinander verschlungen und die Paarung beginnt.
Das Weibchen vergräbt dann die Eier in selbstgegrabenen Höhlen aus feuchtem Sand.
Die Jungtiere sollte man nach dem Schlupf wegen der zum Kanibalismus neigenden Elterntiere vorerst extra setzen.
Das Terrarienklima sollte das ganze Jahr über nicht konstant sein, sondern
den Regen- und Trockenzeiten der Natur angepaßt werden.
Quellen:
Dr. Gunther Köhler: Schwarze Leguane
Eigene Erfahrungen im Terrarium und Freilandbeobachtungen.
Schwarzer Leguan (Ctenosaura similis)
Wer Interesse oder Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden.
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