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Der Grüne Leguan
(Iguana iguana iguana)
(Iguna iguana rinolopha)
(Iguana delicatissima)
(Brachylopus fasciatus)
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Foto von Iguana delicatissima von L. Wijffels
Fiji Leguan
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Verbreitung: Tropische Tief- und Regenwälder Mittelamerikas. Iguana rinolopha vom mittleren Mexiko bis Costa Rica,
Iguana iguana von Costa Rica bis Brasilien, Bolivien, Peru. Iguana delicatissima lebt nur auf einigen Karibischen Inseln.
Wie der Name schon sagt, kommt der Fiji Leguan nur auf den Fijiinseln vor.
Lebensraum: Auf Bäumen und Sträuchern, meist in unmittelbarer Nähe von Gewässern.
Einige Populationen leben aber auch in savannenartigen Gebieten.
Auf den Niederländischen Antillen konnte ich einige Gruppen beobachten, die ausschließlich auf schwarzen, zerklüfteten Felsen
in der Nähe des Meeres lebten und sich in Felsspalten zurückzogen.
In Venezuela hielten sich die grünen Leguane in bestimmten Gebieten tagsüber in niederen, sehr dünnen Büschen auf und zogen sich
abends in Sand/Felshöhlen zurück, wobei mehrere Tiere die selbe Höhle benutzten.
Die meisten Tiere sah ich aber in den Bäumen und Büschen, direkt über den Flüssen, als ich näher kahm, ließen sie sich direkt ins Wasser fallen
und tauchten ab.
Manchmal leben Leguane aber auch in unmittelbahrer Nähe von Menschen.
Zur Eiablage suchen die Weibchen geeignete Plätze, Strände, Waldlichtungen udgl. mit den erforderlichen Eigenschaften in Punkto Wärme und Feuchtigkeit auf
und legen dabei mehrere Kilometer zulande, aber auch schwimmend im Wasser zurück.
Beschreibung:
Leguane sind als Jungtiere leuchtend grün gefärbt, manche bleiben so, andere werden mit zunehmendem Alter grau/bräunlich.
Manche Männchen färben sich während der Paarungszeit etwas Orange. Es gibt Populationen, die leicht Orange, andere rötlich oder Türkiese Anteile haben.
Grüne Leguane haben einen großen, bis 6 cm hohen Rückenkamm, der sich vom Nacken bis zur Schwanzspitze mit einer Unterbrechung im Bereich der Hinterbeine
zieht, eine große Kehlwamme und auf den
Backen unter dem Trommelfell je eine ca. 2 cm große, perlmuttähnliche Schuppe.
Sehr lange Zehen mit scharfen Krallen. Der Schwanz ist ca. dreimal so lang wie der Körper und ist hell/dunkel Quergebändert. Verletzte oder abgebrochene Schwänze
wachsen oft (aber nicht immer) nach, bleiben aber dann einfärbig Braun.
Am Kopf befindet sich ein "drittes Auge", mit dem sie nicht nur hell dunkel sondern auch Farben unterscheiden können. Ist in freier Wildbahn
sehr hilfreich bei der Erkennung von natürlichen Feinden.
Die Unterart Iguana rinolopha besitzt noch zusätzlich 2-3 Nasenhöcker bzw. Hörner direkt auf der Schnauze.
Bei der Unterart Iguana delicatissima fehlt die Perlmuttschuppe, jedoch besitzen diese eine ganze Reihe vergößerter Schuppen
entlang der Unterkiefer .
Größe: meist 140-160 cm, es soll jedoch Populationen geben, bei denen die Tiere bis 200 cm Gesamtlänge
erreichen.
Der größte bisher bekannte befindet sich in einem Museum in Chicago, hat eine Länge von 230 cm und ein Gewicht von 10,5 kg.
Nahrung: rein vegetarisch, Blätter, Kräuter, Früchte, Obst, Gemüse und zwar lt. Dr. Gunther Köhler
Für noch ausführlichere Informationen über das Füttern auf diese Zeile klicken

40-70% Blätter, Kräuter, Keimlinge
10-15% Karotten
0- 5% Zucchini, Gurken, Tomaten, Paprika o.ä.
5-10% Früchte,
3- 5% Haferflocken,
2% Hefeflocken,
2% Weizenkeime.
Das Ganze anfeuchten und in einer Schüssel gut durchrühren.
Daß dies eine Menge Arbeit ist kann ich nur bestätigen, ich hatte mal
36 Grüne, alle über 100 cm Gesamtlänge, da haben wir schon in der
Schiebetruhe gemischt. Aber es ist halt das Beste für die Tiere.
Jungtiere und trächtige Weibchen sollten nach neuesten Erkenntnissen auch nur vegetarisch ernährt werden.
In der Natur kennen Leguane was ihnen bekommt und was nicht, in der Terrarienhaltung geht dies wahrscheinlich verloren.
Bei uns sollen sie Rhabarber und Sauerampfer (fördert Gicht), Spinat, Beinwell (können Krämpfe herforrufen),
Buchweizen (Bindehautentzündung) und Kohl (kropferzeugend) nicht zuviel erwischen.
Kräuter und Gewürzpflanzen auch nicht zuviel auf einmal.
Südfrüchte wie Orangen, Mandarinen usw. auch nicht zu oft, sie enthalten sehr viele Säuren.
Bananen schneiden auch nicht sehr gut ab.
Haltung:
Das Terrarium sollte für diese Tiere schon etwas großzügiger sein. Für zwei erwachsene Tiere mindestens 200 * 120 cm
und raumhoch, da sie ja gerne klettern und sich kaum am Boden aufhalten. Ein Wasserbecken ist von Vorteil, besonders für
die Luftfeuchtigkeit, aber nicht unbedingt notwendig. Man kann dies auch mit mehrmaligem Besprühen erreichen.
Die Beleuchtungsdauer sollte etwa 12 Stunden, die Temperatur im Terrarium tagsüber 28-30°C, lokal am Sonnenplatz
40 bis 50° C betragen und nachts auf etwa 20-22° C abkühlen. Die Luftfeuchtigkeit sollte am Tag 40-60%, und nachts
70-90 % erreichen.
Das Terrarienklima sollte das ganze Jahr über nicht konstant sein, sondern den Regen- und Trockenzeiten der Natur
angepaßt werden.
Entwicklung: Von der Befruchtung bis zur Eiablage dauert es etwa zwei Monate.
Bei 28-30° C und einer Luftfeuchtigkeit um 85 % beträgt die Inkubationszeit der Eier im Brutschrank ca. 80 Tage.
Die Jungtiere werden mit ungefähr 2 ½ Jahren geschlechtsreif.
Leguane können bei guter Pflege 15-20 Jahre alt werden. Ich habe vor kurzem die Bestätigung
erhalten, daß mein ältester 18 Jahre alt ist. Das höchste dokumentierte Alter beträgt bei einem Tier 28 Jahre, bei einem anderen 21 Jahre.
Die Eiablage erfolgt in der Trockenzeit, der Schlupf erfolgt in der Regenzeit, wo ausreichend frisches Futter vorhanden ist.
Die Weibchen graben Höhlen, die je nach Verbreitungsgebiet und Temperatur zwischen 20 und 70 cm tief und bis zu 200 cm lang sind und am Ende eine erweiterte
Kammer haben. In freier Wildbahn graben oft Weibchen bei Ihrer Grabtätigkeit Gelege anderer Weibchen aus. Bei mir im Terrarium haben Weibchen Ihre eigenen
Eier bei erneuten Grabtätigkeit regelrecht durch die Luft geschleudert.
Die Jungtiere schlitzen das pergamentartige Ei mit ihrem "Eizahn" auf, stecken den Kopf heraus und verharren so noch ca.
10-20 Stunden im Ei.
Sie flüchten nach dem Schlupf sofort ins Gebüsch und wachsen in größeren Gruppen auf. Zu den
natürlichen Feinden zählen Krokodile, Schlangen, Basilisken, Vögel und einige Säugetiere. In der Natur kommen nur
etwa 5 % der Jungtiere durch.
Mit dem Beginn der Geschlechtsreife nach ungefähr 2 ½ Jahren verstärken sich die Revierkämpfe, die in der Natur meist
unblutig, im Terrarium jedoch schon mal mit heftigen Beißereien bis hin zu Schwanzverlusten führen können.
Erwachsen sind Männchen untereinander fast immer unverträglich. Meist leben 1 adultes und 2-3 junge Männchen sowie einige
Weibchen und Jungtiere zusammen.
Dieses Prachtexemplar sprang vor mir von einem Baum ins Meer als ich Ihm nachklettern wollte. Ich bin nachgesprungen und hab Ihn unter Wasser gefangen.
Wer Interesse oder Fragen zu diesen herrlichen Tieren oder ihren Lebensraum hat, kann sich gerne bei mir melden.
Quelle:
Dr. Gunther Köhler: Der Grüne Leguan
Eigene Erfahrungen im Terrarium und Freilandbeobachtungen.
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