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Erfahrungen und Beobachtungen beim Grünen Leguan:
Von der Eiablage bis zum Alter von einem Jahr.
Am 24. Juni 1995 hat unser Grünes Leguan Weibchen 27 Eier in den künstlichen Teich der sich im Terrarium
befindet gelegt. Ich war zu diesem Zeitpunkt beim Iguana Workshop in Hanau. Meine Frau zeigte
meinen Schwestern gerade das Terrarium, als sie unsere Nessi sah, traf sie fast der Schlag, da
man ja weiß, das nicht ein Tropfen Wasser auf Reptilieneier kommen darf.
Während sie die ersten 19 Eier in den vorbereiteten Brutschrank überführte legte
unser Weibchen hurtig Weiter, insgesamt 27 Stück.
Der Teich war zum Glück beheizt. Die Eier waren durch das Wasser Schneeweiß, und die
Keimscheibe gut zu erkennen.
27 Eier waren befruchtet, vier Eier die etwas gelblich und fest waren verwarf sie in den nächsten
Tagen.
Den Brutschrank, baute ich denen von Dipl. Ing. Gabris vom Tiergarten Schönbrunn nach.
Ich stellte Ihn auf 29° C und eine Luftfeuchtigkeit von 80 % ein. Die Schwankung betrug
29,1 - 29,4 ° C bzw. 78 - 84 % Luftfeuchtigkeit. Als Substrat nahm ich
reinen Quarzsand, den ich mit kochendem Wasser überbrühte und später mit der Hand
das überschüssige Wasser ausdrückte.
Der Sand kam in 2 Schalen in den Brutschrank, mit einem Großen Löffel formte ich Grübchen,
in die dann die Eier gelegt wurden. Die Eier waren alle von 27-29 mm breit und 38-44 mm lang, die
unbefruchteten deutlich kleiner.
Das Gelege wurde täglich kontrolliert. In den ersten drei Wochen verdarben nacheinander drei Eier,
sie wurden gelb-grünlich und schmierig, zuerst extra gesetzt und dann entfernt. Ein paar mal vielen
einzelne Eier etwas ein, ich streute etwas Substrat darüber,
und nach zwei Tagen waren sie wieder prall. Auf weiteres messen verzichtete ich aus Sicherheitsgründen.
Bei dieser Temperatur rechnete ich mit einer Inkubationsdauer von ca. 82 Tagen. Nach 74 Tagen am 6.9.95 um
18.30 war es so weit, der erste Leguan öffnete das Ei, steckte das Köpfchen heraus und verblieb
bis 4 Uhr Morgens so. Während er sich mit seinem Dottersack
außerhalb des Eis plazierte, lugten zwei weitere Köpfchen aus ihren Eiern. Während des
Tages waren drei Leguane geschlüpft, und fünf weitere hielten ihre Köpfchen heraus.
die geschlüpften Tiere gab ich zum resorbieren der Dottersäcke jeweils einzeln in ein Gefäß
in den Brutschrank. So konnte auch eine Verletzung der Eier oder eine Stöhrung der schlüpfenden
vermieden werden. Sobald der Dottersack resorbiert und abgefallen
war, kamen sie ins Aufzuchtterrarium.
Am Abend hatten wir 5 im Terrarium, 9 zum resorbieren der Dottersäcke im Brutschrank und aus drei Eiern
sahen Köpfchen. Am Abend der 10.6. hatten wir 18 im Terrarium und 2 zum resorbieren im Brutschrank. Ein
aufgeschlitztes Ei öffnete ich noch etwas,
es bewegte sich auch nichts als ich das Köpfchen herauszog.
am 11.6. rührte sich den ganzen Tag nichts. Am Abend des 12.6. lugte ein weitere Köpfchen heraus,
um 23 Uhr war er ganz heraußen. Am 13.6 nach 8 Tagen Schlüpfte der letzte Leguan, jetzt hatten wir
21 Stück. Die letzten drei Eier öffnete ich nun, es waren 3
voll entwickelte Jungtiere, aber leider tot. Durch das austreten der Flüssigkeit beim schlüpfen
wurde das Substrat ziemlich feucht, ich vermute das durch die Feuchtigkeit ein Überdruck in den Eiern
entstand und die Tiere so verstarben.
Die Tiere waren ziemlich gleich groß, alle von 19-22 cm Gesamtlänge, und nicht voneinander zu
unterscheiden. Einer war am linken auge Blind und hatte eine Schwanzverkrümmung, drei weitere waren
ebenfalls am linken Auge Blind. Einer hatte noch einen abgecknickten
jedoch voll beweglichen Schwanz.
Nach sechs Tagen begannen die Tiere zu fressen. Es gab Löwenzahn, verschiedene Obst- und Gemüsesorten
und pro Tier einen Mehlwurm. Die Mehlwürmer gab ich 24 Stunden in Calcium Lactat, das verbessert das CA/P
verhältnis.
Ich konnte immer wieder Beobachten wie die Tiere Kot und geringe Mengen Erde aufnahmen. Sie kahmen fast immer
gleichzeitig zum fressen und bildeten auch auf den Ästen meist in den Ecken dreier Grüpchen. Sie
krochen in dreier und viererreihen übereinander
und vertragen sich gut.,
Die Tiere entwickeln sich sehr gut. Das Wachstum gleichmäßig, edoch von Tier zu Tier sehr
unterschiedlich. So mißt der kleinste nach einem Jahr 48,5 cm, der größte 84 cm.
Die 3 Behinderten verstarben (Dezember, Februar, August) der letzte schwächliche wurde während
unseres Urlaubes von einer Segelechse gefressen. Nach einem Jahr hatten wir also noch 17 Tiere, die sich
noch sehr gut vertragen. Nach nicht ganz 1 ½ Jahren beginnen die ersten reibereien, die jedoch ohne verletzungen enden.
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