Bartagamen (Pogona vitticeps)

Jungtiere Verbreitungsgebiet

Verbreitung: Von Zentral-Queensland, Nordsüd-Wales bis Nordwest-Viktoria und östliche Hälfte von Südaustralien.

Lebensraum: Trockenwälder, Baum- und Buschsteppen sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Größe: Gesamtlänge bis 55 cm, Kopf-Rumpflänge ca. 25 cm.

Lebenserwartung: Bartagamen werden ca. 10-15 Jahre alt.

Nahrung: Insekten, Spinnen, Schaben, Heimchen, Heuschrecken, nestjunge Ratten und Mäuse als tierisches Futter, verschiedene Salatsorten, Zucchini, Löwenzahn, Früchte und reifes Obst als vegetarische Kost. Ich habe einmal gelesen, das eine vitticeps an einem Tag 109 Löwenzahnblüten gefressen hat.

Haltung: Das Terrarium sollte l*b*h 150*80*100 cm groß sein, die Temperatur tagsüber 30°, lokal bis 50° C betragen und nachts auf 20-22° C abkühlen, bei einer Luftfeuchtigkeit von 50-70 %, Nachts sollte die Luftfeuchtigkeit .

Entwicklung: Bartagamen können bei einer Befruchtung bis zu drei Gelege pro Jahr ablegen.
Pogona vitticeps benötigen von der Befruchtung bis zur Eiablage ca 5-6 Wochen, danach legen bis zu 3 mal jährlich je 4-35 Stück, ca. 25-30 mm große Eier, die bei 27-31°C und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 90% 55-86 Tage im Brutschrank gezeitigt werden. Die Jungtiere werden mit ca. einem Jahr geschlechtsreif.

Beschreibung: Bartagamen haben einen fast dreieckigen Kopf, einen flachen, ovalen Körper, der an den Flanken zwei bis dreireihig mit weichen Stacheln besetzt ist. Der Körper ist meist gräulich bis bräunlich, bei manchen Arten gelblich bis orange. Die Bauchseite ist weißlich. Die Kehle kann zum Balzen, Drohen usw. mittels Zungenbein aufgestellt (Bart) werden. Ältere Exemplare sehen meist ein wenig ausgefressen aus.

Die Geschlechter lassen sich am besten unterscheiden, indem man die Tiere von unten betrachtet und den Schwanz leicht in einem Bogen zum Kopf zieht, dann kann man relativ leicht an der Schwanzwurzel die Verdickungen der Hemipenistaschen der Männchen erkennen. Weiters können die Männchen die Kehlen und Schwanzspitzen dunkel bis schwarz verfärben.

Wenn man Bartagamen züchten will, wird man um eine Überwinterung nicht umhinkommen. Dazu hält man die Tiere im November und Dezember bei spärlicher Beleuchtung und abgeschalteter Heizung. Wenn dann die Wärme und Helligkeit wieder steigt, wird die Rangordnung neu geregelt und sie müßten sich dann eigentlich paaren. Das Männchen wirbt mit aufgespannter Kehlwamme und Kopfnicken, erhält es eine Möglichkeit, steigt es auf das Weibchen und setzt den Nackenbiss, die Schwänze werden umeinander verschlungen und die Paarung beginnt.
Die Weibchen haben die Fähigkeit, den Samen zu speichern, sodaß es im Laufe des Jahres bis zu drei Eiablagen kommen kann. Zur Eiablage werden Gänge von ca. 40 cm Länge bis in eine Tiefe von 40 cm gegraben und nach der Eiablage wieder verschlossen.

Oft vertragen sich adulte Männchen nicht, so daß es besser ist, ein Männchen, 2-3 Weibchen und eventuell Jungtiere gemeinsam zu halten. Ich hatte einige Zeit Bartagamen und Ritteranolis ohne Probleme in einem Terrarium. Bei mir lagen sie gerne im Wasserlauf, was wegen der Leibesfülle einige Male zu Überschwemmungen führte und sie ließen sich auch gerne besprühen. Das Terrarienklima sollte das ganze Jahr über den Regen- und Trockenzeiten der Natur angepaßt werden.

Bartagamen (Pogona vitticeps)

Wer Interesse oder Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden.
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Zuletzt bearbeitet am
01.02.2007
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