Das Rotkehlanolis (Anolis carolinensis)

Rotkehlanolis bei der Paarung
Verbreitung: Südosten Nordamerikas, einige Inseln vor Florida, auf den Bahamas und auf Kuba.

Lebensraum: In Wäldern auf Büschen, in Kulturlandschaften auch entlang von Zäunen, aber auch in der Nähe menschlicher Siedlungen sind sie anzutreffen.

Größe: Rotkehlanolis können bis 22 cm lang werden, mit einer Kopf- Rumpf- Länge von ca. 7 cm.

Lebenserwartung: Rotkehlanolis werden einige Jahre alt.

Nahrung: Insekten, Fliegen, Wachsmotten, Spinnentiere, Mehlkäfer, Regenwürmer, Herzfleisch, reifes Obst. Trinkwasser wird von den Pflanzen geleckt

Haltung: Ein Terrarium von 50/50/80 cm l/b/h, sollte als absolute mindest Größe für 1 Männchen und 2 Weibchen angesehen werden.
Die Temperatur im Terrarium sollte Tagsüber 25-30° C betragen, unter einem Sonnenplatz aber etwa 40°C erreichen. Nachts sollte es auf 18-25° C abkühlen.
Eine Luftfeuchtigkeit von 60-70 %, am Tag und nachts ein wenig höher sollte angestrebt werden.
Man sollte eine ca. zweimonatige Winterruhe bei Temperaturen von 15-20°C ermöglichen, die Tiere fressen dabei wenig, trinken aber eher normal.

Entwicklungsdauer: Bei 18-24° C beträgt die Inkubationszeit der meist zwei Eier im Brutschrank ca. 40 Tage. Die Eier können aber auch in einem Blumentopf der im Terrarium steht gezeitigt werden. Voraussetzung ist natürlich das die Temperatur im Terrarium und die Substratfeuchte im Blumentopf paßt. Die Jungtiere werden mit ca. 10-12 Monaten geschlechtsreif

Aufzucht: Die geschlüpften Winzlinge, meist mit Schwanz etwa 5 cm lang, sollte man gleich von den Elterntieren trennen bis sie herangewachsen sind und keine potentiellen Beutetiere mehr darstellen. Die Temperatur sollte man in den ersten Monaten ein wenig erhöhen, etwa 32°C, die Luftfeuchtigkeit sollte auch im oberen Bereich, also ca. 80% betragen. Man sollte auch einen Blumentopf reinstellen und die Blätter mehrmals täglich besprühen, da kann man dann gut beobachten, wie die Blätter zur Flüssigkeitsaufnahme abgeleckt werden. Gefüttert wird mit kleinen Heimchen, Wachsmotten und deren Larven, Fliegen und Mehlwürmer. Die Futtertiere ab und zu mit einem Tropfen Multivitaminpräparat versehen. Und gleich zu beginn auch ein wenig Vegetarisch zufüttern, geriebene Karotten und Obst.

Beschreibung: Rotkehlanolis sind tagaktiv, und sehr viel in Bewegung. Männchen und Weibchen sind hellgrün gefärbt, können sich jedoch bei Unbehagen blitzschnell braun verfärben, weshalb sie auch manchmal Amerikanische Chamäleons genannt werden. Sie haben einen niedrigen Rückenkamm, den sie beim Drohen leicht aufstellen können. An den Zehen Haftlamellen und daran Krallen. Der Kehlsack kann zum Drohen und Imponieren aufgespannt werden und hat dann meist eine intensive rötliche Färbung mit weißen Punkten. Der Schwanz ist ca. doppelt so lang wie der Körper.

Die Geschlechter lassen sich an der Gesamtgröße (Männchen größer), am verdickten Schwanzansatz und der größeren Kehlwamme der Männchen unterscheiden. Die Männchen sind untereinander oft unverträglich. Meist leben 1 Männchen, einige Jungtiere und einige Weibchen zusammen.
Kurz nach der Winterruhe beginnt in der Regel die Paarungszeit. Das Männchen wirbt mit aufgespannter Kehlwamme und Kopfnicken, erhält es eine Möglichkeit, steigt es auf das Weibchen und setzt den Nackenbiss, die Schwänze werden umeinander verschlungen und die Paarung beginnt.
Das Weibchen ist meist drei Wochen Trächtig und vergräbt dann die meist zwei Eier in feuchter Erde. (bei mir in einem Blumentopf)

Die Jungtiere sollte man nach dem Schlupf wegen der zum Kanibalismus neigenden Elterntiere vorerst extra setzen.
Bei mir lebten 12 Rotkehlanolis mit 10 Bahamaanolis in einem Terrarium von l*b*h 200*60*60 lange zusammen, es kahm jedoch durch Revierstreitigkeiten sowohl unter den gleichen, aber auch anderen Arten zu Todesfällen, sowohl durch Beißereien als auch durch ständiges Bedrohen.
Im Terrarium habe ich einen kleinen Teich mit Flußlauf, aber der Durst wurde immer durch das Ablecken der besprühten Pflanzen gestillt, daher muß mindestens einmal am Tag gesprüht werden. Baden habe ich auch nie eines gesehen.

Das Rotkehlanolis (Anolis carolinensis)

Wer Interesse oder Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden.
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Zuletzt bearbeitet am
01.02.2007
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