Segelechse (Hydrosaurus amboinensis)

Verbreitung: Indo-Australischer Archipel und Neuguinea.
Lebensraum: Tropischer Regenwald, an dicht bewachsenen Ufern von Seen und Flüssen.
Größe: Gesamtlänge bis 120 cm, Kopf-Rumpflänge ca. 40 cm.
Lebenserwartung: Segelechsen werden einige Jahre alt.
Nahrung: Schaben, nestjunge Ratten und Mäuse, Kräuter, Früchte und reifes Obst, sehr gerne Bananen. In der
Natur fast ausschließlich vegetarisch.
Haltung: Ein Terrarium von 250/100/200 cm l/b/h, sollte als absolute mindest Größe für 1 Männchen und 2 Weibchen angesehen werden.
Das Terrarium sollte einen großen, ewa 60 cm tiefen Wasserteil haben, da diese Tiere sehr gerne baden.
Als Bodengrund kann man Walderde, Rindenmulch, eine Mischung aus Quarzsand und Torf oder Hackschnitzel (Sägewerk)
verwenden. Wichtig sind einige Kletteräste, am besten ein wenig dünner als der Echsenkörper über dem Wasserteil.
Die Temperatur sollte tagsüber 27-30°, lokal unter dem Sonnenplatz bis 50° C betragen und nachts auf 20-22° C abkühlen, bei einer Luftfeuchtigkeit
von 80-90 %.
Entwicklungsdauer: Pro Jahr können 4-6 Gelege abgelegt werden mit je 3-9, 27-46 mm großen Eiern, die bei ca. 30°C
60-75 Tage im Brutschrank gezeitigt werden. Die Jungtiere werden mit etwa einem Jahr geschlechtsreif.
Beschreibung: Segelechsen gehören zu den größten Agamen und sehen ein wenig wie Grüne Leguane oder Basilisken aus.
Sie haben einen Rückenkamm vom Kopf bis zum Schwanzansatz, die Männchen haben vom Schwanzansatz abwärts ein großes "Segel",
das bei den Weibchen nur angedeutet ist.
Segelechsen liegen gerne auf Ästen über dem Gewässer und springen bei Gefahr hinein, tauchen ab oder flüchten
in die Ufervegetation, wobei sie auch nur auf den Hinterbeinen unterwegs sein können.
Das Männchen wirbt während der Paarungszeit mit zum Teil anderer Färbung, Kopfnicken und Aufplusten,
erhält es eine Möglichkeit, steigt es auf das Weibchen und setzt den Nackenbiss, manchmal auch seitlich in den Körper,
die Schwänze werden umeinander verschlungen und die Paarung beginnt.
Das Weibchen vergräbt die Eier in feuchter Erde ca. 15 cm tief, am liebsten in Ufernähe
Bei mir lebten sie ohne Probleme mit Grünen und Schwarzen Leguanen zusammen, nur auf kleinere Echsen wie Tokehs, Ritteranolis, Eidechsen
und Vögel gingen sie immer wieder los. Auch beim Füttern mit bloßer Hand ist vorsicht geboten, meine Kinder wurden beide
vor lauter Futtergier gebissen, was ziemlich schmerzhaft war.
Mir ist bei diesen Tieren auch aufgefallen, das sie sehr streßanfällig auf Transport, Umsetzen in andere Terrarien und einige
Tiere auch auf Berührung durch den Menschen sind.
Das Terrarienklima sollte das ganze Jahr über den Regen- und Trockenzeiten der Natur angepaßt werden.
Segelechse (Hydrosaurus amboinensis)
Wer Interesse oder Fragen hat, kann sich gerne an mich wenden.
|