Der Tokeh (Gekko gecko)

Verbreitung: Von Pakistan, dem Nordosten Indiens über Hinterindien bis westliches Neuguinea.
Lebensraum: Regenwälder, aber auch in der Nähe menschlicher Siedlungen.
Größe: Tokehs können bis 35 cm lang werden, bei einer Kopf- Rumpf- Länge von ca. 17 cm.
Lebenserwartung: Tokehs werden einige Jahre alt.
Nahrung: Größere Insekten, Spinnentiere, Mehlkäfer, Regenwürmer, Mäuse und Ratten,
fast alles was sich bewegt.
Haltung: Ein Terrarium von 80/50/80 cm l/b/h, sollte als absolute mindest Größe für 1 Männchen und 2 Weibchen angesehen werden.
Das Terrarium sollte Nachts mit einem schwachem Rotlicht (Dunkelkammerleuchten) beleuchtet werden. Rotlicht stört sie am allerwenigsten.
Die Temperatur im Terrarium sollte Tagsüber 28-30° C betragen, unter einem Sonnenplatz mit einem Ziegel oder Stein aber etwa 60°C erreichen.
Dieser Platz (die Restwärme) wird dann abends sehr gerne zum aufwärmen benutzt. Nachts sollte es auf 18-25° C abkühlen.
Eine Luftfeuchtigkeit von 60-70 %, am Tag und nachts ein wenig höher sollte angestrebt werden.
Eine Winterruhe ist nicht erforderlich.
Entwicklungsdauer: Bei 18-24° C, beträgt die Inkubationszeit der Eier im
Brutschrank (falls man sie von den Wänden bekommt) ca. 40 Tage. Die Jungtiere werden mit ca. 10-12 Monaten geschlechtsreif.
Beschreibung: Tokehs gelten in Ihrer Heimat als Glücksbringer und genießen daher einen gewissen Schutz.
Bei den Terrarianern gelten sie im allgemeinen als bissig, kaum ein Halter, der seinen Liebling nicht schon am Finger hatte.
Weiters wird angenommen, daß sie einen gewissen "Familiensinn" besitzen. (was ich nur Bestätigen kann).
Ich konnte auch schon mehrmals beobachten, das die Eier beschützt werden und das kleine oder geschwächte Tiere nicht gejagt werden.
Tote Tiere, die sehr abgemagert waren und keinerlei Verletzungen aufwiesen, habe ich schon einige Male aus dem
Terrarium genommen.
Tokehs sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber. Männchen und Weibchen sind hellgrau gefärbt, mit roten Punkten
(kann aber nach Verbreitungsgebieten variieren).
Sie haben die für Geckos typischen Haftlamellen, aber auch Krallen an den Zehen, so können sie auf Glas auch noch laufen.
In den Abend- und Morgenstunden rufen sie ziemlich laut , häufiger während der Paarungszeit, ca. sechs mal hintereinander To-ke, To-ke.
Die Geschlechter lassen sich an der Schwanzwurzel sowie in der Kloackenregion durch die Anal-, Präanal- und Femoralporen unterscheiden.
Tokehs haben einen ausgeprägten Familiensinn, und leben oft in größeren Gruppen zusammen, manche Tiere entfernten sich aber bei mir zum Schlafen.
Vor der Paarung kann man oft ein ablecken oder bezüngeln des Weibchens beobachten, erhält es eine Möglichkeit, steigt es auf das Weibchen
und setzt den Nackenbiss, die Schwänze werden umeinander verschlungen und die Paarung beginnt.
Bei mir wurden die Eier von verschiedenen Weibchen zu einer regelrechten Traube von bis zu 20 Eiern an die Wand mit der Wandheizung geklebt,
die Tiere (wahrscheinlich die Weibchen) hielten sich sehr häufig in unmittelbahrer Nähe der Eier auf.
Bei mir leben ca. 8-10 Tokehs im großen 8*3*3 Meter Terrarium mit Grünen und Schwarzen Leguanen sowie Ritteranolis
zusammen und fressen, da nachtaktiv, die Grillen und Heimchen, die mir sonst zur Plage würden. Vermehrung geht von selbst,
es werden noch nestjunge Ratten und Mäuse verfüttert. Diese muß ich immer nachts verfüttern, da sonst die Leguane darüber herfallen
würden. An der Decke des Terrariums habe ich zum Fußboden des Wohnzimmers eine Panzerglasplatte montiert. Wenn man nun
nachts im Wohnzimmer das Licht ausmacht und durch die Glasplatte ins Terrarium sieht, kann man beobachten, wie die Tokehs aus
allen Richtungen über die Mäuse und Ratten stürzen und sich an der Wand nebeneinander Kopf nach unten zum Fressen
versammeln.
Der Tokeh (Gekko gecko)
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